Der Beckenbodencheck

Der muskuläre Beckenboden hat eine zentrale Funktion in der Stabilität der Beckenorgane (Blase, Scheide, Mastdarm). Diese Stabilität wird im Laufe des Lebens z.B. durch Geburten geschwächt. Die daraus resultierende Instabilität kann dabei zu einem Absenken bzw. Vorfall dieser drei Organe führen. Dieses führt zu Funktionsstörungen.

Ein Absenken der Blase kann zu einer Inkontinenz unter Belastung oder Stress, ein Absinken des Enddarms zu einer Stuhlinkontinenz führen.
Im Weiteren kann dadurch auch die Entleerung dieser beiden Organe behindert sein.

Um die Integrität des Beckenbodens abzuschätzen, gibt es verschiedene Methoden.

Die wichtigste Untersuchung bedeutet immer noch die gezielte Anamnese. Diese wird ergänzt durch Scoring-Systeme und Fragebögen zu Stuhl- und Harngewohnheiten.

Um den Beckenboden bildgebend zu evaluieren, hat sich in den letzten Jahren die Sonographie etabliert. Dabei werden die Organe des Beckenbodens mit drei speziellen Untersuchungen evaluiert.

  • Dynamische, transvaginale Beckenbodensonograhpie
  • transvaginale Endosonographie des Beckenbodens
  • transanale Endosonographie des Analkanals

Hierdurch wird es möglich alle wesentlichen Strukturen des Beckens bildgebend, funktionell und in Echtzeit darzustellen.

Die o. g. Untersuchungen stellen einen besonderen medizinischen Aufwand dar, welcher z. Zt. Nicht in den Vergütungssystemen der gesetzlichen und privaten Krankenkasse abgebildet ist. Deshalb ist der Beckenbodencheck eine reine Privatleistung.