Wir führen wenn möglich immer minimalinvasive OP Verfahren beim Sinus Pilonidalis durch. 

Große Exzisionen und alle plastischen Verschiebelappen sollten beim Erst- und Zweiteingriff heutzutage aufgrund der schlechten Kosmetik und der erhöhten Morbidität nicht angewendet werden. Die Exzision mit Naht wird nach der aktuellen deutschen Leitlinie nicht mehr empfohlen.

 

  1. "Pit Picking" nach Bascom: Dabei werden nur die Öffnungen des Sinus ("Pits") sparsam ausgeschnitten, ggf. die Abszess- oder Granulationshöhle zur Seite hin drainiert und die einliegenden Haare entfernt. Dadurch wird die Wunde in der Gesäßfalte vermieden, welche aufgrund der erhöhten Spannung der Haut schlecht und langsam heilt. Primäre Heilungsraten liegen hier um die 80%.
  2. Laserdestruktion: Alternativ kann man ein modifiziertes "Pit Picking"mit einer zusätzlichen Laseranwendung kombinieren. Dies ist vor allem bei langen Gängen unter der Haut vom Vorteil. Analog der Wirkung des Lasers in der Analfistelchirurgie, welche von Dr. Wilhelm entwickelt wurde, zerstört und reinigt der Laser das Gewebe des Fistelganges optimal. Die primären Heilungsraten liegen hierbei in unserer Praxis bei über 92%.  Ein entsprechendes OP Video finden Sie unter diesem Link. youtu.be/jZQrWKIJpSE

 

Beide Methoden führen zu kleineren Wunden, weniger Schmerzen und verkürzter Krankheitsdauer. Auch beim Rezidiv sind beide Methoden mit hoher Sicherheit und hohen Heilungsraten durchführbar.

Bei starkem Haarwuchs in diesem Bereich ist nach erfolgter OP eine dauerhafte Haarentfernung (Epilation) mittels Laser zu empfehlen. Hier besteht seit langen Jahren der wissenschaftliche Beweis der Rezidivprophylaxe der Erkrankung durch die Laser-Epilation.

Die Epilation bietet das EBZ-Köln in Zusammenarbeit mit der Praxis von Fr. Dr. S. Kompa an.