Stomaversorgung

Die Notwendigkeit eines künstlichen Darmausgangs besteht bei verschiedenen Erkrankungen des Darmtrakts und muss sowohl in der Notfallsituation als auch als geplanter Eingriff vorgenommen werden.


Dabei stellt die initiale Anlage des Stomas höchste Ansprüche an den Operateur dar. Wenn möglich sollte die optimale Stelle in Zusammenarbeit mit Stomatherapeuten vor der Operation schon markiert werden. Je nach Lage des Stomas im Bereich des Dünn- oder Dickdarms und seiner Funktion (dauerhaft/ vorübergehend) sollten bestimmte operationstechnische Vorgehensweisen eingehalten werden. Auf einen Reiter sollte man wenn möglich bei doppellläufigen Stomata verzichten.


Im Laufe der Zeit können sich bei der Versorgung Probleme einstellen, welche gekennzeichnet sind durch Hautirritationen, Vorfall von Darm oder einen Bauchdeckenbruch im Bereich des Stomas (parastomale Hernie).

Der Vorfall von Darm kann u. U. lokal korrigiert werden. Parastomale Hernien werden mit hochmodernen Kunststoffnetzen (IPST-Netze) z. T. in minimalinvasiver Technik versorgt.

Die Stomairrigation ist ein modernes Verfahren, welches dem Patienten mehr Freiräume in seinem Leben ermöglicht. Dieses Verfahren kann der Patient nach Anleitung selbstständig anwenden. In der Optimierung dieser Techniken besteht eine enge Kooperation mit dem Hersteller.