Stuhlinkontinenz


Dieses Tabuthema betrifft Millionen von Menschen und beeinträchtigt maßgeblich das alltägliche Leben. Nach Schätzungen leidet jeder 10. Deutsche unter einer Form der Inkontinenz.
Dr. med. Arne Wilhelm und das Enddarm- und Beckenbodenzentrumn Köln sind anerkannte Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Je nach Ausprägung und Ursache der Stuhlinkontinenz stehen verschiedene konservative und operative Methoden zur Verfügung, um den Betroffenen unter Vermeidung eines künstlichen Darmausgangs zu helfen.

  • Bei leichtgradiger Stuhlinkontinenz helfen oft schon Gummibandligaturen und Medikamente zur Stuhlregulation zur Stärkung des Schließmuskels
  • Im weiteren kann mittelrequentes, EMG getriggertes Biofeedbacktraining (3T-Contrain) bei leichtgradiger Stuhlinkontinenz die Kontinenzleistung verbessern

Ausgeprägter Formen der Inkontinenz benötigen operative Verfahren. Hier stehen je nach Ursache verschieden Techniken zur Verfügung:

  • THD-Gatekeeper = „Unterfütterung“ des Schließmuskels mit biokompatiblen Materialien
  • Chirurgische Schließmuskelrekonstruktion bei Verletzungen (z. B. nach Geburten)
  • Sakralnervenstimulation = Elektrischer „Schrittmacher“ für den Schließmuskel bei Nervenschädigungen
  • „Künstlicher Schließmuskel“ (A.M.I. Analband) bei Zerstörung des Schließmuskels
  • Hebung des Enddarms bzw. des Beckenbodens bei einer durch eine Beckenbodenschwäche bedingte Inkontinenz

Um die Ursache der Stuhlinkontinenz sicher festzustellen, bedarf es verschiedener Untersuchungen, um für jeden Einzelnen eine individuelle Therapie planen zu können.

Dieses sind in der Regel:

  • klinische Untersuchung mit Rektoskopie und Proktokopie
  • Endosonographie des Schließmuskels und des Beckenbodens
  • Dynamische Beckenbodensonographie
  • ggf. Video-Defäkographie oder dynamishes Beckenboden-MRT